USA – 2 Tage bis Washington D.C.

Wie wir schon in unserem Beitrag “Wer wir sind?” erwähnt haben, hat es uns nach unserem Studium in die große weite Welt gezogen. Genauer gesagt nach Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dabei war das Ganze schon fast eine Spontanaktion. In den Semesterferien am Telefon beschlossen, dass wir zusammen durch Amerika reisen wollen, haben wir uns eines Abends getroffen und einfach einen Hin- und Rückflug (Düsseldorf – Miami, Miami – Düsseldorf) gebucht – der Rest war ungewiss. Da wir nicht ganz ohne Plan dort aufkreuzen wollten, haben wir uns selbstverständlich einen Reiseführer besorgt und grob unsere Route geplant.

Von Washington D.C. sollte es über Philadelphia – New York – Boston – Buffalo – Chicago – Seattle – San Francisco – Los Angeles – Las Vegas  und Key West nach Miami und wieder zurück nach Deutschland gehen. Das Ganze in genau 47 Tagen. Das bedeutet 1128 Stunden oder auch 67.680 Minuten Chaos mit Ina & Toby. Ob alles so geklappt hat, wie wir es uns vorgestellt haben und ob wir unsere vorerst geplante Route durchziehen konnten oder komplett gescheitert sind, erfahrt ihr hier in unseren USA Beiträgen. Dazu gibt es natürlich einige Tipps & Tricks von uns.

Unser Abenteuer beginnt am 07. August. 2014

Von Düsseldorf aus sollte es zunächst über Berlin nach Chicago und von dort aus weiter nach Miami gehen, doch am Airberlin Schalter fing das Chaos dann schon an.

Zeit bis Boarding – 1,5 Std.

Totaler Stillstand der Gepäckbänder am gesamten Flughafen Düsseldorf. Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit Schlange stehen endlich am Check-In Schalter angekommen waren, stand uns gleich unsere eigene Blödheit, oder sagen wir mal Unachtsamkeit, im Weg. Da wir vorhatten, von Miami direkt nach Washington zu fliegen, hatten wir keine erste Zieladresse, welche aber für die Einreise in die Staaten blöderweise unbedingt notwendig ist. Natürlich sind wir dabei auch noch an die unfreundlichste und verständnisloseste Mitarbeiterin von Airberlin gestoßen – aber das lassen wir mal beiseite. Schnell das Handy geschnappt, haben wir in letzter Sekunde ein Hotel am Flughafen in Miami buchen können – “Ein hoch auf die Technik”. Jetzt konnten wir endlich einchecken. Unseren perfekt ausgetüftelten Plan hat das alles aber schon vor Abreise über den Haufen geworfen.

Zeit bis Boarding – 45 Min.

Das Gepäckband lief immer noch nicht. Mit unseren Rucksäcken wurden wir dann zum Sperrgepäck-Schalter geschickt. Leider nicht alleine, denn alle anderen 1.000.000 Reisenden hatte man auch dorthin verwiesen.

Zeit bis Boarding – 30 Min.

Langsam wurde die Zeit knapp. Wir kamen einfach nicht voran, die Schlange bewegte sich keinen Zentimeter und unsere Nervosität stieg.

Ina hielt die Stellung in der Schlange und ich machte mich auf die Suche nach fähigem Personal. Nachdem ich den halben Flughafen durchkämmt hatte, hatte ich endlich Erfolg und jemanden gefunden, der unsere Rucksäcke entgegennahm und dafür sorgte, dass sie in das Flugzeug geladen wurden. Hier möchte ich kurz erwähnen, dass er mich total verdutzt anguckte und es für wahnsinnig dämlich hielt, uns zum Sperrgepäck zu schicken, wie die Dame am Check-In Schalter es uns gesagt hatte.

Zeit bis Boarding – 15 Min.

Jetzt mussten wir nur noch durch den Sicherheitscheck – Flug VERPASST… Nein Quatsch. Wir hatten wirklich Glück, 5 Minuten vor Boarding standen wir schließlich abgehetzt vor unserem Gate.

usa-flug-1

Nach einem schnellen Flug nach Berlin und einer kurzen Pause dort, ging die Reise problemlos weiter nach Chicago.

Dort hatten wir dann 2 Stunden Zeit, unseren Anschlussflug nach Miami zu bekommen. Davon stand Ina allerdings als “esta first time user”, 1,5 Stunden in der Warteschlange, um einreisen zu dürfen. Da ich im März schon in New York war, ging die ganze Prozedur bei mir etwas schneller. Selbstverständlich musste man mich trotzdem noch einmal ausfragen, was ich in den Staaten wolle, wie lange ich bleibe, was mein Vorhaben sei und wie viel Geld ich dabei hätte. Aber so sind die Amis nun mal.

Während Ina wartete und wartete, holte ich das Gepäck vom Band, da es diesmal nicht automatisch umgeladen wurde. Auch hier haben wir es mit Check-In, Gepäckabgabe und Sicherheitscheck erst kurz vor Boarding zum Gate geschafft.

usa-flug-2

Nach 18 Stunden Anreise, sind wir in Miami schließlich todmüde ins Bett gefallen.

Leider nahm unsere Odyssee am nächsten Tag immer noch kein Ende. Anstelle des geplanten Fluges nach Washington, den wir Aufgrund fehlenden Internets am Flughafen nur für einen Riesenbatzen Geld buchen konnten, waren wir preistechnisch gezwungen, den Greyhound Bus zu nehmen.

usa-miami-wash-bus

Nun lagen 27 Stunden Fahrt und 1700 km vor uns. Nach verschiedenen Stopps entlang der Ostküste kamen wir “leicht” erschöpft in Washington D.C. an. Unsere Nacht verbrachten wir in einem 6er Dorm in einem direkt über einem Nachtclub gelegenem Hostel – viel Schlaf gab es da leider nicht.

usa-miami-wash-bus-2

Wenn ihr wissen wollt, was wir in D.C. getrieben haben, dann schaut am Dienstag wieder vorbei.

Hier ein paar erste Tipps für eine Reise in die Staaten:

  1. Du brauchst eine Ankunftsadresse, um in die Staaten einreisen zu können.
  2. Bereite dich im Flieger am besten schon mal auf folgende Fragen vor: Wie lange hast du vor zu bleiben? Was willst du machen? Wie viel Bargeld hast du dabei? Reist du alleine? – das Personal am Flughafen erwartet teilweise sehr detaillierte Antworten.
  3. Planst du weitere Flüge zu buchen, mache dies online und nicht vor Ort am Flughafen.
  4. Wenn du Greyhound fährst, ziehe dich warm an – egal wie heiß es draußen ist, die Klimaanlage im Bus ist wie ein Dauerwind aus der Arktis (besonders nachts).
  5. Versuche Busfahrten, die länger als 12 Stunden dauern, zu meiden. Sollte es nicht anders gehen, solltest du starke Nerven haben. Bereite dich psychisch und körperlich auf nächtliche sinnlose Ausstiege und Buswechsel vor, ziehe dir etwas Entspanntes an und nimm dir etwas Ordentliches zu essen mit.
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Ein Gedanke zu “USA – 2 Tage bis Washington D.C.

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