Samos – Griechenland

Samos Head

Mich hat es vor Kurzem für eine Woche auf die Insel Samos verschlagen – wer uns bei Instagram folgt, konnte dies wohl schon erahnen und einen Eindruck davon bekommen, wie wunderschön diese Insel ist. Samos ist eine griechische Insel und liegt in der nördlichen Ägäis sehr nah am türkischen Festland/Anatolien. 

Landung auf Samos
Blick aus dem Flugzeug kurz vor der Landung

Dieser Urlaub war für mich mal wieder etwas besonders, da ich mich nur um den Hin- und Rückflug kümmern musste. Denn ich konnte dort meinen griechischen Arbeitskollegen, der dort für zwei Wochen Urlaub bei seiner Oma gemacht hat, besuchen.

Also habe ich „hautnah“ das Leben der Griechen miterleben können. Auch kulinarisch habe ich ein wenig etwas mitgenommen. Da die Oma allerdings mit ihren 91 Jahren nicht mehr die fitteste war, hat uns – wenn ich mich recht entsinne – die Großtante meines Arbeitskollegen das ein oder andere Mal mit typischem, griechischem Essen versorgt. Und ich kann euch sagen, es war verdammt lecker!

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griechische Hausmannskost

Am besten geschmeckt haben mir die Keftedes (kleine Herzhafte Kügelchen aus Zucchini, Brot und Zwiebeln) und Tiranopites (Teigfladen, die mit Feta und Tomaten gegessen werden) – davon habe ich mir auch gleich die Rezepte geben lassen, die ich demnächst mal probiere und ihnen dann einen eigenen Post unter den Rezepten gönnen werde.

Ich kenne nun auch einige Geheimtipps für Samos, die in der Regel nur Einheimische kennen – diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Auch ein paar sogenannte „Insider Tipps“ aus dem Reiseführer haben wir uns angeschaut – diese waren aber eher weniger sehenswert oder wirklich unzureichend gut beschrieben.

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Samos ist wirklich eine tolle Insel, klein und wirklich sehr überschaubar – verfahren kann man sich dort nicht – und es ist unfassbar grün. Die Berge sind übersät von Bäumen und allerlei Pflanzen – die Flora ist leider nicht ganz so mein Spezialgebiet, aber Olivenbäume konnte ich erkennen.

Mit dem Auto oder Motorrad kann man die Insel in gut 3-4 Stunden einmal umfahren. Wir haben uns dafür ein Motocross-Bike geliehen. Es war zwar nicht das bequemste Fortbewegungsmittel, aber bei den wirklich sehr engen Straßen definitiv die beste Wahl. Außerdem ist es bei durchschnittlich 35 Grad im Schatten wirklich angenehm den Fahrtwind zu spüren. Und dann ist da natürlich noch der Spaßfaktor!

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Blick auf die Hauptstadt Samos

Mir hat der nördliche Teil der Insel eher zugesagt als der südliche. Mehr Berge, tolle Buchten und eine Straße, die direkt am Meer entlang führt – Vorsicht bei hohem Wellengang bekommt man dort auch gerne mal eine Ladung Meerwasser ab.

samos-tuerkises-wasser

Apropos Meerwasser – die Buchten und Strände auf Samos sind wunderschön. Überall haben die Strände und Buchten türkises Wasser. Die meisten Strände sind Kies- und Steinstrände, aber es gibt auch einen Sandstrand – dort hat man einen tollen Blick auf das türkische Festland.

samos-sandstrand
Blick auf das türkische Festland

Die Buchten sind in der Regel alle am Straßenrand ausgeschildert, erkennen kann man sie von dort aus allerdings noch nicht und es ist so jedes mal eine Überraschung. Wir haben natürlich verschiedene Strände probiert. Alle hatten ein Lokal/Restaurant, Liegen, Sonnenschirme, Duschen und Parkplätze. Die Parkplätze für Roller und Motorräder sind immer kostenlos – für Autos kosten sie im Durchschnitt 3€. Also noch ein Grund sich ein Zweirad zu mieten. An den Stränden fällt einem wirklich auf, dass die Insel noch nicht wirklich touristisch erschlossen ist. Sie sind überhaupt nicht überfüllt, trotz Hauptsaison und man hat viel Platz um sich herum. Kokkari ist dort neben der Hafenstadt Pythagorio anscheinend der Touristenort – viele Restaurants, Car-Rentals und Hotels auf einem Fleck direkt an einem langgezogenen Steinstrand.

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Promenade in Kokkari

Man kann sich aber auch super abseits der größeren Strände mal eine Abkühlung holen.

Nun mal zu den Insider Tipps aus dem Reiseführer.

Dort wurde ein Wasserfall in den Wäldern von Potami angepriesen. Von einem Wasserfall kann man hier allerdings nicht wirklich reden und von dem Weg dorthin wurde auch kein Wort erwähnt. Dieser ist nämlich wirklich abenteuerlich. Durch den Wald über „Brücken“ aus teilweise sehr morschen Ästen, geht es über nicht wirklich vertrauenswürdige, extrem enge und wackelnde Treppen und Felsen einen Berg hinauf. Dort befindet sich die Potami Taverne, von der aus man den Berg wieder herunter „klettern“ und anschließend durch einen Bach laufen, klettern und teilweise auch schwimmen muss, um zum Wasserfall zu gelangen. Der Weg hat mir persönlich ziemlich viel Spaß bereitet, aber für die ältere Generation und auch für Kinder ist er eigentlich nicht zumutbar. Der „Wasserfall“ ist dann, übertrieben gesagt, eher ein wenig plätscherndes Wasser.

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Weg zum „Wasserfall“

Ein weiterer Tipp von dem ich wirklich enttäuscht war, war die Panagia Spiliani – eine Kapelle in einer Grotte. Die Grotte war nur leider nicht viel mehr als ein kleines Loch in einer Felswand und sehr ansehnlich war sie auch nicht. In der Kapelle konnte man gerade mal 2 Schritte nach vorne und wieder zurück machen – natürlich nur geduckt. Der Blick von dem darüber liegenden Anwesen ins Tal und auf den Flughafen waren dagegen ganz schön.

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Kapelle in der Grotte und Blick auf den Flughafen

Und nun zu den “Geheimtipps” – direkt vom “Samoniter”

Zuerst etwas für diejenigen, die ein bisschen was an Souvenirs mit in die Heimat nehmen möchten. Den Weinliebhabern kann ich empfehlen einen Abstecher hierher (link)…. zu machen.  Von außen ist es nicht zu erkennen, dass es hier etwas zu kaufen gibt – kein Schild rein gar nichts. Innen erwartet einen dann aber eine Art Tresen, an dem man sich verschiedenste Weine von Samos aussuchen kann. Hier ist sogar eine kleine Weinprobe möglich. Einfach mal fragen ob man etwas probieren kann und man wird zu den Fässern geführt, an denen man sich bedienen darf.

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Hier gibt es super leckeren Honig

Wer richtig genialen Honig haben möchte sollte sich den “Honey From Samos” kaufen (5€). Gibt es dort auch in einigen Supermärkten zu kaufen, aber cooler ist es natürlich direkt zum Imker in die Berge zu fahren. Seinen Laden findet ihr hier: http://bit.ly/2cbx5ch – leider gibt es hierfür keine richtige Adresse. Dort gibt es auch allerlei verschiedene Sachen aus Honig oder Bienenwachs.

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Tongießerei

Eine weitere Anlaufstelle ist eine Tongießerei http://bit.ly/2bQCHV3 ganz in der Nähe der Honig Farm. Hier gibt es neben vielen verschiedenen größeren und kleineren Statuen etc. auch den Becher des Pythagoras – ihr habt richtig gelesen. Pythagoras, der auf Samos geboren wurde, ist nicht nur für seine nervtötende, wenn auch hilfreiche Rechenformel, sondern auch für diesen Trinkbecher bekannt. Dieser sollte gierigen Menschen Bescheidenheit lehren. Denn wer den Becher zu voll einschenkt (bis zu einer bestimmten Linie) wird dadurch bestraft, dass der gesamte Inhalt unten wieder herausläuft – und es funktioniert! Den Becher gibt es natürlich auch in den ganzen Touriläden. Allerdings finde ich, dass es hier die schönsten Varianten gibt und der Weg dorthin fährt sich (mit dem Motorrad) auch ganz nett.

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Becher des Pythagoras und Samos Honig

Wer Lust auf einen leckeren Café, Frappé oder andere Leckereien hat, sollte sich mal im Café Central in Karlovasi blicken lassen. Dort gibt es eine leckere Auswahl an verschiedensten Getränken und auch  “Ice Story” Drinks. Ich habe den Peanut Butter Mocha und The Pirate Mocha probiert – super lecker. Zur Begrüßung bekommt man hier immer ein kostenloses kaltes Glas Wasser gereicht. In Karlovasi gibt es zusätzlich noch eine sehr leckere und preiswerte Pita für nur 2,20€ – natürlich auch zum Mitnehmen – diese findet ihr hier: http://bit.ly/2cievhM

Einen tollen Sonnenuntergang mit Bilderbuch-Stimmung wird einem oberhalb des Strandes von Potami geboten. An einer kleinen Kapelle kann man dort super entspannen und den Tag ausklingen lassen. Aber zieht euch warm an, denn hier weht ein recht starker Wind. 

samos-sonnenuntergang

Damit der Beitrag nicht endlos wird – und es gibt wirklich noch genug zu erzählen, mache ich hier jetzt aber mal einen Punkt.

Wie ihr merkt, hatte ich eine wirklich schöne Zeit auf Samos und bin von dieser Insel sehr begeistert. Daher kann ich nur jedem ans Herzen legen auch mal eine Reise dorthin zu machen – es lohnt sich!

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2 Gedanken zu “Samos – Griechenland

  1. Regina sagt:

    Wir kennen Samos seit 1997 und waren (leider mit einer längeren Unterbrechung) bereits
    5 Mal dort. Wir lieben die Insel sehr und kennen natürlich die von dir beschriebenen Orte gut.
    Erwähnenswert ist auch das Bergdorf Koumaradai mit dem „Souvenierladen“ Der Webstuhl, wo
    man auch einiges über das Leben der Bergbevölkerung , die traditionellen Handarbeiten, die
    Olivenölherstellung in der Genossenschaft, die Herstellung der Olivenseife, die Töpferei erfahren und die Produkte erwerben kann. Der „Webstuhl“ und die Entstehung des Ladens haben eine
    interessante eigene Geschichte. Lasst euch davon erzählen, man spricht hier auch deutsch.
    In der Taverne Balconi hat man einen wunderschönen Blick über die Berge bis zum Flughafen,
    Die Speisekarte ist klein, man erhält hier typisch samiotische Speisen. Der Wirt hat viele Jahre
    in Deutschland gelebt. Überhaupt: Ausflüge in die Berge lohnen sich.
    Samos ist für einen naturverbundenen, ruhigen Urlaub ohne Saufmeilen und lautem Amüsement
    gut geeignet, ohne dabei auf Interessantes verzichten zu müssen.

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